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Verfahrensbeistand

 

Als Verfahrensbeistand vertrete ich die Interessen des von Familiengerichtsverfahren betroffenen Kindes oder Jugendlichen, unabhängig von den Eltern und des am Verfahren beteiligten Jugendamtes. Darüber hinaus gehört es in der Regel zu meiner Aufgabe, am Zustandekommen einer einvernehmlichen Lösung des verfahrensgegenständlichen Problems mitzuwirken.  Rechtliche Grundlage für die Bestellung als Verfahrensbeistand durch das Familiengericht bildet der § 158 FamFG. Die Bestellung als Verfahrensbeistand erfolgt, wenn das Interesse des Kindes zu dem seiner gesetzlichen Vertreter in erheblichem Gegensatz steht, wenn eine Herausnahme aus der Familie wegen Gefährdung des Kindeswohls gem. § 1666 BGB in Betracht kommt, wenn es um die Herausgabe des Kindes oder eine Verbleibensanordnung geht oder wenn eine Einschränkung oder der Ausschluss des Umgangsrechts in Betracht kommt.

 

Unmittelbar nach Eingang der Bestellung durch Gerichtsbeschluss nehme ich Akteneinsicht und stelle den Kontakt zum Kind und dessen Eltern oder sonstigen Hauptbezugspersonen her. Im Rahmen von Hausbesuchen führe ich zunächst Einzelgespräche mit dem Kind und den weiteren Beteiligten, um zu einer Einschätzung der kindlichen Situation und des Kindeswillens zu gelangen. Ich spreche mit dem Kind über den Ablauf und den möglichen Ausgang des Verfahrens. Bei getrennt lebenden Eltern besuche ich das Kind möglichst in beiden Haushalten. Bei Bedarf führe ich weitere Gespräche mit  Bezugspersonen des Kindes, wie bspw. Großeltern, Lehrerinnen oder Erzieherinnen. In Gesprächen mit den Eltern versuche ich eine einvernehmliche Reglung zu erzielen, denn nur eine einvernehmliche Regelung kann auf Dauer tragfähig sein.

In Umgangsrechtsverfahren begleite ich einen Umgang des Kindes mit dem umgangsberechtigten Elternteil, soweit Umgang stattfindet.

Der nächste Schritt umfasst die Erstellung einer schriftlichen Stellungnahme an das Familiengericht, in der ich die Interessen des Kindes anschaulich verdeutliche. Die Stellungnahme enthält in der Regel einen Vergleichsvorschlag bzw. den Entwurf einer Elternvereinbarung. 

Ich werde zu allen Gerichtsterminen geladen und begleite das Kind in der Kindesanhörung. Auch in der 2. Instanz verbleibe ich als Verfahrensbeistand für das Kind. Abschließend informiere ich das Kind über den Ausgang des Verfahrens.

Sollten Gespräche mit dem Kind altersbedingt nicht möglich sein, verbleibt es bei Interaktionsbeobachtungen und einer Einschätzung der Gesamtsituation. 

Geschwister werden differenziert und nach ihren individuellen Interessen vertreten. 

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